{"data":{"fields":"term_definition","term_definition":"<div class=\"definition\">Wenn ein Zahn einen anderen antreibt, wirkt die treibende Kraft in entlang der Eingriffslinie. Diese treibende Kraft besitzt zwei Komponenten: - Eine tangentiale Kraft F(t), und - Eine Radialkraft F(r). Die tangentiale Komponente repr\u00e4sentiert die \u201etreibende Kraft\u201c, welche die Last von der Antriebswelle zu Abtriebswelle \u00fcbertr\u00e4gt. Die radiale Komponente repr\u00e4sentiert zus\u00e4tzlich geleistete Arbeit durch den Versuch die Wellen zu trennen; d.h. dieser Energieverlust wird in Form von W\u00e4rme in den Lagern erzeugt. Viele Faktoren legen die Flankenpressung eines Zahnradpaar fest, dennoch sollte in Anwendungen mit der Forderung nach maximalem Wirkungsgrad, der Betriebseingriffswinkel so klein gehalten werden wie die anderen Auslegungskriterien dies erlauben. Jeder Zahn kann als Biegebalken betrachtet werden. Kontakt mit seinen Gegenzahn verursacht Zahnbiegekraft und Scherkraft, wodurch die Forderung nach ausreichender Steifigkeit, Biegefestigkeit und Scherfestigkeit des Zahnradmaterials entsteht. W\u00e4hrend des w\u00e4lzens Rollen und Gleiten die Zahnpaare aufeinander ab, wodurch eine Kombination von Flankenpressung und Scherspannung aufgrund der Reibung im Kontaktpunkt verursacht wird. Zun\u00e4chst ensteht eine Druckspannung, die durch den Eingriff verursacht wird. Das W\u00e4lzen der beiden Flanken schiebt die Druckspannung geradezu vor den Kontaktpunkt. Zur selben Zeit tritt Gleiten auf und verursacht Reibungskr\u00e4fte, die einen Bereich mit Zugspannung genau hinter dem Kontaktpunkt erzeugen. Die Bereiche in denen sich diese zwei Spannungen sich \u00fcberlagern, sind die Spannungszentren. In einigen Zahnradauslegungen \u00fcberwiegen die Rollkr\u00e4fte, in anderen sind die Gleitkr\u00e4fte kritischer, in allen F\u00e4llen treten immer beide Beanspruchungsarten auf, unabh\u00e4ngig davon wie gut sie ausgelegt bzw. hergestellt wurden.Wenn der Kontaktpunkt auf einer Zahnflanke mit dem W\u00e4lzpunkt \u00fcbereinstimmt, \u00e4ndern die Gleitkr\u00e4fte an jeder Zahnflanke ihre Richtung und heben sich auf, in diesem Moment tritt nur die Gleitkraft auf. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der W\u00e4lzpunkt weniger empfindlich gegen Flankensch\u00e4den ist. Tats\u00e4chlich ist es der W\u00e4lzpunkt, bei dem meist ernste Fehler auftreten. Obwohl der W\u00e4lzpunkt keine \u00fcberlagerten Flankenspannungen besitzt, hat er dennoch eine hohe Lastkonzentration zu ertragen. Der Grund daf\u00fcr ist der Mehrfacheingriff, der am Anfang und am Ende des Eingriffs besteht, wenn eine korrekte Zahnradauslegung vorliegt. Im Mittenkontakt \u00fcbertr\u00e4gt normalerweise jedoch ein Zahnpaar die ganze Last an oder etwas oberhalb der Teilkegellinie. Diese hohe Lastkonzentration kann Erm\u00fcdung, betr\u00e4chtliche W\u00e4rmekonzentrationen und oder Oberfl\u00e4chenzerst\u00f6rung zur Folge haben, was zu einem Ausfall f\u00fchren kann. Der Faktor der ungleichm\u00e4\u00dfigen Abnutzung \u00fcber und unter der Teilgerade tr\u00e4gt zu dieser Spannung bei. Da die Gleitkr\u00e4fte in diesem Bereich nicht auftreten, tendiert der W\u00e4lzpunkt weniger zu Verschlei\u00dfen als der Rest der Zahnflanke.Wenn der Verschlei\u00df im \u00fcbrigen Bereich der Zahnflanke gro\u00df ist, kann die Region der Teilgeraden erh\u00f6ht werden. Dieser konzentriert und erh\u00f6ht den Belastungsdruck des Eingriffs, der eine proportional h\u00f6here Erm\u00fcdung und W\u00e4rmekonzentration in diesem Bereich hervorruft. Das Analysieren von Spannungen jeder denkbaren Zahnradauslegung mu\u00df alle Effekte des Zahneingriffs in Betracht ziehen um ein optimales Betriebsverhalten sicher zu stellen.<\/div>"}}