{"data":{"fields":"term_definition","term_definition":"<div class=\"definition\">Der Name Hartmetall wurde in den fr\u00fchen drei\u00dfiger Jahren gepr\u00e4gt um ein Sintermaterial zu beschreiben, dass gr\u00f6\u00dftenteils aus Wolfram-Karbid-Partikeln (WC) bestand, die durch Kobaltteilchen (Co) zusammengehalten wurden. Das Material wurde auf pulvermetalogischem Wege, im Gegensatz zu dem konventionellen Erschmelzen und Gie\u00dfen von Metallen, hergestellt. Hartmetalle werden produziert, indem man verschiedene Metallkarbide mischt, wie Hartmetall, Tantalkarbid, Vanadiumkarbid, Niobiumkarbid, Chromcarbid, Molybd\u00e4nkarbid und \/ oder Hart- \/ Titankarbid mit einem Verbindungsmaterial mischt, welches normalerweise Kobalt ist. Nickel oder eine Kombination aus Nickel und Kobalt ist ebenfalls m\u00f6glich. Diese Mischung wird im allgemeinen mit einer Art von organischem Binder zusammengehalten und wird in die gew\u00fcnschte Form gebracht. Nach dem Formen wird das Material in einem Ofen gesintert. Der Sinterproze\u00df schmilzt das Verbindungsmaterial um die Hartmetallpartikel. Bei dem Sinterproze\u00df schrumpft das Material volumetrisch ungef\u00e4hr 43%. Nach dem Sintern wird das Material im allgemeinen durch Schleifen in seine Enddimensionen gebracht, bevor es als Werkzeug eingesetzt werden kann. Hartmetallprodukte haben ausgezeichnete mechanische und physikalische Eigenschaften, die sind:\r\n\r\nAbriebsfestigkeit - au\u00dfergew\u00f6hnlicher Widerstand der Hartmetalle gegen Abnutzung ist ihre wichtigste Eigenschaft. In der Schleiftechnik \u00fcbertreffen Hartmetalle einige verschlei\u00dffeste Stahllegierungen um einen Faktor 100.\r\n\r\nAbdr\u00e4ngungswiderstand - Hartmetalle haben einen hohen Elastizit\u00e4tsmodul, dieser liefert minimale Abdr\u00e4ngungen bei der Aufbringung von\r\nBiegekr\u00e4ften. Hartmetalle haben den dreifachen Elastizit\u00e4tsmodul von Stahl.\r\n\r\nKorrosionswiderstand - Da Hartmetalle allgemein chemisch inaktiv sind (in Anbetracht des Bindematerials als Faktor), k\u00f6nnen Hartmetalle in\r\nvielen chemischen und \u00e4tzenden Umgebungen mit Erfolg genutzt werden. \r\n\r\nTorsionsfestigkeit - Mit einem Schubmodul doppelt so gro\u00df wie der von Hochleistungs- Schnellschnittstahl, geh\u00f6ren Hartmetalle zu den\r\nbevorzugtesten Materialien f\u00fcr drehende Bewegungen.\r\n\r\nDruckfestigkeit - Einige Sorten von Hartmetall mit Kobaltbindegef\u00fcge verhalten sich exzellent unter extrem hohem Druck und wurden sehr\r\nerfolgreich bis zu 70.000 bar angewandt.\r\n\r\nZ\u00e4hkeit - Hartmetallsorten mit hohem Anteil von Bindegef\u00fcge haben eine ausgezeichnete Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Schlagbeanspruchung.\r\n\r\nVerschlei\u00dffest bei niedrigen Temperaturen - selbst bei Tief-Temperatur-Anwendungen, bis zu - 270\u00b0C, bei welchen Schmiermittel nicht mehr\r\nbenutzt werden kann, haben Hartmetalle eine gute Verschlei\u00dffestigkeit und bieten einen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedrigen Reibbeiwert.\r\n\r\nHochtemperatur - Verschlei\u00dffestigkeit - bei 540\u00b0C, Hartmetalle behalten noch \u00fcber 90 % ihrer H\u00e4rte. Bestimmte Sorten behalten ihre H\u00e4rte sogar bis 1100\u00b0C (der Wert erh\u00f6ht sich noch weiter bei kurzzeitigen Temperaturspitzen).<\/div>"}}