TRI-AC®

TRI-AC®

 

Beim TRI-AC-System handelt es sich um ein Stabmessersystem für das kontinuierliche Teilverfahren, das für das Completing-Verfahren, d. h. den Zweiflankenschnitt, eingesetzt wird. Beim kontinuierlichen Teilverfahren werden die Messer dazu veranlasst, sowohl an der Messerwinkelseite (Eingriffswinkel) als auch im oberen Bereich der Freischnittseite zu schneiden. Aufgrund des negativen Schnittwinkels an der Freischnittseite eines herkömmlichen Messers kommt es zu starkem Werkzeugverschleiß.

Beim TRI-AC®-System wurde dieses Verschleißproblem mit einer patentierten Modifikation des Schnittwinkels an der Spanfläche des Messers gelöst. Durch diese Modifikation wird ein positiver Kopfspanwinkel an der Spitze, und zwar im oberen Bereich der Freischnittseite an der Vorderbrust erzeugt, wodurch ein Grundmesser überflüssig wird.

Beim kontinuierlichen Teilverfahren ist eine zweite Drehkupplung (elektronisches Getriebe) zwischen der Messerkopfdrehung und der Werkstückdrehung erforderlich. Daher wird dieses Verfahren auch als Dreiachsverfahren bezeichnet. Von diesem Begriff ist der Name TRI-AC abgeleitet

Jede Messergruppe eines TRI-AC-Messerkopfes besteht nur aus zwei Messern, und zwar einem Außen- und einem Innenmesser. Während eine Messergruppe durch eine Lücke fährt, dreht sich das Werkrad in der Gegenrichtung zum Messerkopf. Diese relative Bewegung erzeugt eine epizykloidische Funktion entlang der Zahnbreite des Werkrades. Nachdem die Messergruppe die Lücke verlassen hat, tritt die nächste Messergruppe in die nächste Lücke ein. Das Verhältnis zwischen dem Messerkopf und dem Rad muss die Zähnezahl des Werkrads geteilt durch die Anzahl von Fräsergängen (Messergruppen) des Messerkopfes sein. Beim Wälzvorgang wird die Abrollbewegung als Verzahnungsvorschub verwendet. Im Vergleich zum Einzelteilverfahren ist die Abwälzbewegung hier sehr langsam.

Da beim kontinuierlichen Teilverfahren ein Zahn unmittelbar nach dem anderen in etwa der gleichen Abwälzposition geschnitten wird, kann die Abwälzbewegung hier langsamer sein (um die Zähnezahl des Werksrades), wobei jedoch etwa die gleiche Schneidzeit wie beim Einzelteilverfahren benötigt wird. Selbstverständlich basiert das kontinuierliche Teilverfahren der Firma Gleason auf einer einheitlichen Zahnhöhe. Aufgrund der oben angeführten Merkmale wird die Konstruktionsberechnung beträchtlich vereinfacht.

 
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