Gleason-Hurth Tooling

Im Jahre 1896 gründet Carl Hurth die “Carl Hurth Maschinen- und Zahnradfabrik”. Mit einer nur geringen Anzahl an Maschinen und einer kleinen Belegschaft wächst die Firma rasant und kann wichtige Geschäftsbeziehungen mit Kunden aus den verschiedensten Industriebereichen knüpfen. Erste Produkte sind Werkzeuge für das Goldschmiede- und Ziselierhandwerk.

Mit der Entwicklung seiner ersten Wälzfräsmaschine im Jahre 1904 beginnt Carl Hurth sich auf die Herstellung von Zahnrädern und zugehöriger Komponenten zu spezialisieren. Da entsprechende Spezialmaschinen am Markt nicht erhältlich sind, baut Hurth z.B. auch Keilwellenfräsmaschinen, Nutenfräsmaschinen, Pressen u.a.

Hurth fertigt neben Maschinen, Werkzeugen und Zahnrädern auch komplette Getriebe. Die Produktion von Motorradgetrieben ist so erfolgreich, dass die Belegschaft im Jahre 1925 auf 800 Personen anwächst.

Die Entwicklung der Schabtechnologie wird angegangen – 3 Jahre später wird die erste Zahnrad-Schabmaschine ZS1 ausgeliefert.

1958 baut Hurth ein zweites Werk in der Moosacherstrasse.  In den Jahren 1960 – 1962 wird durch Hurth die weltweit bahnbrechende  Tauchschab-Technologie entwickelt.  Zu dieser Zeit besteht das Unternehmen bereits aus 2 Geschäftsbereichen: Getriebe und Zahnräder sowie Maschinen inkl. Werkzeuge. Das rasante Wachstum der Nachkriegswirtschaft erlaubt ein weiteres Ansteigen der Belegschaft auf 3000 Personen im Jahre 1969. Im Jahre 1975 eröffnet Hurth die erste Produktionsstätte im Ausland.

In den frühen 80er Jahren feiert man die Auslieferung des 100.000 Schabwerkzeuges. Während dieser Zeit wird die Schabtechnologie erneut mit  Nachdruck weiterentwickelt. Dies führt zu einer neuen, revolutionären Maschinenkonzeption im Jahre 1982 führt. Diese Jahre sind auch geprägt durch eine äußerst erfolgreiche Entwicklung von Anfas-und Entgrat-Technologien mit den dazugehörigen Werkzeugen.

Einstieg in die Hartfeinbearbeitung von Zahnrädern und Produktionsbeginn von dazugehörigen Werkzeugen.

Die bisherige Abteilung Werkzeuge wird als eigenständiger Geschäftsbereich gegründet.

Die Präsentation der ersten Maschine zum “Power Honing” (Hochleistungshonen) eröffnet eine neue Ära in der Hartfeinbearbeitung zylindrischer Verzahnungen. Dies geht einher mit der Einführung der Spheric® Technologie.

Gleason übernimmt die  Hurth Maschinen und Werkzeug GmbH. Gleason nutzt die hervorragenden Beziehungen zur Branche und verfolgt die notwendige, globale Expansion des Unternehmens weiter... die Firma “Gleason-Hurth Maschinen und Werkzeuge“ ist geboren. Die erfolgreiche Verschmelzung von Gleason und Hurth resultiert in einem stärkeren, agileren und diversifiziertem Unternehmen, das nun wesentlich besser aufgestellt ist, die Entwicklung innovativer Technologien zu verfolgen. Innerhalb der Gleason Corporation wird Gleason-Hurth zum Kompetenzzentrum für die Hartfeinbearbeitung von Zahnrädern. Die Produkte, wie zum Beispiel für das Schaben, Anfasen/Entgraten, Honen und Wälzschleifen, werden neu entwickelt oder weiter verbessert.

Erneute grundlegende Prozessuntersuchungen auf internationaler Ebene, führen zum sogenannten Power Shaving” (Hochleistungsschaben).

Bau und Markteinführung der neuen Wälzschleifmaschinen.

Präsentation der neuen Genesis®-Maschinenserie.

Eine neue Generation von Hochleistungs-Honmaschinen zum “Power Honing“ wird entwickelt. Mit der erfolgreichen Gründung des Geschäftsbereiches “Gleason Cutting Tools“ in München erfolgen signifikante Investitionen in die Spannmittel- und Werkzeugproduktion zur Unterstützung der neuen Maschinen.

Die Gleason Unternehmen in Europa werden umstrukturiert, um neue  schlagkräftige Einheiten zu schaffen, die den zukünftigen Anforderungen der Märkte gerecht werden.  Das neue Unternehmen “Gleason-Hurth Tooling“ (GHT) konzentriert sich auf das Spannmittel- und Werkzeuggeschäft. Die Maschinenbauaktivitäten werden bei der “Gleason-Pfauter Maschinenfabrik“ in Ludwigsburg/Baden-Württemberg zusammengefasst.